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Regelschule „Am Lindenkreis“ Buttelstedt
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Quelle: TLZ, 03. März 2018
Neugier geht durch den Magen
Buttelstedts Regelschüler bereiten mit der Bauhaus-Uni und der Gemeinde Großobringen ein „Culture-Food-Festival“ vor
Buttelstedt. Mehr Empfindungen als nur die Liebe scheinen durch den Magen zu gehen. Verständnis, Offenheit und nicht zuletzt Neugier lassen sich über den guten Appetit offenbar ebenso fördern. Davon jedenfalls sind Buttelstedts Regelschüler überzeugt. Mit einem Culture-Food-Festival wollen sie internationale Kulturen und deren Küche in den Nordkreis holen.
Als eine von drei Thüringer Schulen ist jene am Lindenkreis seit Dezember Teil des von der EU geförderten Erasmus-Projektes „Demokratie gelernt, gelebt, gestaltet“. Mit Partnerschulen in Italien und den Niederlanden wollen die Buttelstedter insbesondere ausloten, wie Schule den ländlichen Raum vielfältiger als bisher beleben und stärken kann. Buttelstedts Regelschule sieht dabei ihre Rolle als kultureller Mittelpunkt. Sie will Partner für die Heimatorte der Schüler sein und auch Erwachsenen mehr Angebote unterbreiten. Kultur solle nicht nur in Weimar oder Erfurt spielen, sondern auch auf dem Lande.
Auf dem Weg, die internationale Dimension von „Erasmus“ mit der regionalen zu verknüpfen, sind die jungen Buttelstedter schon ein gutes Stück vorangekommen. Unterstützung leistete hierbei Großobringens Bürgermeister Thomas Heß. Er war auf der Suche nach einem Ereignis für sein Dorf, das unterhält und der Geselligkeit dient, das Generationen zusammenbringt und gleichzeitig Großobringer und Menschen aus dem Ausland miteinander bekannt macht – mit ihren Gewohnheiten, ihren Liedern, Tänzen, ihrer Sprache und eben auch mit ihrem Essen.
Um der Idee des Culture-Food-Festivals die „Culture“ hinzuzufügen, holte Heß zur Regelschule und zur Gemeinde auch internationale Studenten der Weimarer Bauhaus-Uni mit ins Boot. Diese werden allerdings nicht erst beim Festival am 26. Mai in Großobringen ihren Auftritt haben, um gemeinsam mit den Schülern zu kochen.
Schon gestern Vormittag sagten sich die ersten Studenten in Buttelstedt an, um den Regelschülern sich selbst, ihr Heimatland und dessen kulturelle Besonderheiten vorzustellen. So erfuhren die Siebt- und Achtklässler etwa, dass die thailändische Schriftsprache schwierig zu erlernen ist, da sie fast 70 Buchstaben umfasst. Ein weiterer Workshop, der sich Frankreich widmete, verriet unter anderem auch geografisches Wissen über die „Grande Nation“.
Das Culture-Food-Festival soll sechs Kulturregionen besonders in den Fokus rücken: neben Frankreich sowie Thailand und Vietnam auch Ghana und Nigeria, Syrien, Indien und Pakistan sowie Kolumbien. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Bildungsminister Helmut Holter sind bereits eingeladen. Dafür, dass sie nicht die einzigen Gäste bleiben, sorgten gestern Regelschüler in einem weiteren Workshop. Sie entwarfen Texte und Grafiken, um für das Festival auf Flyern, Plakaten und digital in den sozialen Medien zu werben.
Jens Lehnert / 03.03.18
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